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  In dieser Rubrik betreiben wir unseren eigenen kleinen "Igel-Blog".
  Hier erfahrt ihr, was es so Neues bei uns gibt und wo wir am Fotografieren waren.

 Letzte Aktualisierung: 15.01.2012










14. Januar 2012: Auf den F-Spuren der Festung Sargans
Nachdem endlich wieder einmal ein Samstag schönes Wetter versprach, sind wir aufgebrochen in die Foto-Saison 2012. Wie ihr festgestellt habt, haben wir angefangen, das Kapitel Sargans aufzuarbeiten und in neuer Form zu präsentieren. Seit wir 2007/08 das Kapitel erstellt haben, ist viel neues an Wissen dazu gekommen und neues Fotomaterial hat sich angesammelt. Während wir damals nur die alten Anlagen aus den Ursprüngen der Festung fotografiert haben, wollen wir nun auch die Bauperiode des Kalten Krieges einfangen und in unsere Dokumentation einbauen. So sind wir also am Samstag aufgebrochen in den Raum Ansstein, Luzisteig und Sarganserau, um F-Anlagen und Kavernen aus der Zeit des Kalten Krieges zu suchen und auf den Chip zu brennen.

Erster Stop war die Sperrstelle bei Ansstein. Hier wollten wir die Morgensonne nützen und einige Fotos der Tanksperre im Winter machen. Gerade in dieser Jahreszeit sieht man die alten BBB-Blöcke und Schienen besonders gut, während sie im Rest des Jahres unter Blättern gut verborgen sind. Zwar stellt der starke Kontrast zwischen dem weissen Schnee und dem Dunkel der Betonblöcke eine kleine fotografische Herausforderung dar, aber wenn man nicht mit der Programmautomatik fotografiert und weiss, wozu eine Blende gut ist, kriegt man ganz ordentliche Fotos. Ebenso haben wir einige neue Aufnahmen der Scharten von Ansstein. Man erntet immer wieder fragende Blicke der Passanten, wenn man mit Stativ und Teleobjektiv in der Wiese steht und eine vermeintlich kahle "Felswand" fotografiert.
Von hier aus haben wir uns dann schrittweise Richtung Answisen vorgearbeitet. Die prächtige Sonne und die wunderbare Winterlandschaft luden förmlich zum Laufen ein. Der aufmerksame Igelsucher findet im Raum zwischen Ansstein und Luzisteig zahlreiche Kugelbunker und U12 (Vobag) Unterstände. Allerdings muss man schon wissen, wo sie sind, denn sonst sucht man in den Wäldern erfolglos. Die meisten dieser Anlagen sind inzwischen zugeschweisst und leer geräumt. Trotzdem entdeckt man einige Besonderheiten. So weisen zum Beispiel einige der U12 Unterstände Reliefs auf, die dokumentieren, wann und von wem die Anlage erstellt wurde. Dies ist etwas, was wir bei solchen Anlagen in anderen Regionen nie vorgefunden haben. Ein weiteres Kleinod ist die Unterstandskaverne A6268. Diese liegt noch heute meisterlich getarnt am Fusse einer Felswand und zeugt davon, mit wie viel Perfektionisums selbst die banalste Anlage oftmals getarnt wurde. Obwohl nahe der Minustemperaturen, liessen wir uns dann ein Outdoor-Picknick an der Sonne nicht nehmen. Mit Blick auf ein wunderbares Bergpanorama genossen wir unsere Sandwiches. Während sich auf den Skipisten die Massen tummelten, konnten wir auf einem Kubu Deckel sitzend die Ruhe und die Sonnenstrahlen im Gesicht geniessen.
Am Nachmittag verschwindet die Sonne früh hinter dem Fläscherberg und taucht die Gegend von Answiesen in den Schatten. Zeit der Sonne zu folgen und auf die andere Seite des Fläscherbergs zu wechseln. Hier haben wir in der Sarganserau dann angefangen, die F-Anlagen zu suchen und mussten bald feststellen, dass die meisten verschwunden sind. Dies ist irgendwie verständlich, lagen doch die meisten in oder bei den Feldern der Bauern. Diese waren sicher froh, dass diese störenden Deckel beseitigt wurden. Einzig am Rhein im Bereich von Bannau ist der ganze Stützpunkt mit allen F-Anlagen noch erhalten geblieben. Kein Wunder, denn würde man die Unterstände hier abbrechen wollen, würde man einen grossen Waldschaden machen. Also hat man sich - zum Glück für uns - damit begnügt, die Deckel zuzuschweissen. Da die Uhrzeit fortgeschritten war, beschlossen wir, langsam Richtung Bodensee zu fahren und dabei im Raum Cholau beim Tankgraben Plattis noch einige Unterstände "einzusammeln". Aber auch hier sind die meisten der 90 Kubu, die einmal hier vergraben waren, verschwunden.

Mit der gestrigen Tour haben wir fortgesetzt, was wir schon letztes Jahr begonnen hatten. Es wurden aber so viele Kubu und Kavernen im Kalten Krieg gebaut, dass wir unmöglich alle werden einfangen können und wollen. Wir werden uns dabei pro Region auf eine räpresentative Auswahl beschränken.

An dieser Stelle noch eine persönliche Bemerkung. In den letzten zwei Wochen haben wir zahlreiche Mails von Besuchern der Page erhalten, welche uns für unsere "Arbeit" gedankt haben. Dies hat uns natürlich jedes Mal besonders gefreut. Was uns auch besonders gefreut hat, ist die Tatsache dass alle die Qualität unserer Fotos und Reportagen gelobt haben. Dies bestätigt uns darin, auch in Zukunft den beschrittenen Weg fortzusetzen und uns weiterhin vom Motto leiten zu lassen "Qualität vor Quantität". Danke nochmals an alle für die sehr netten und motivierenden Mails.