Battery 245

Battery 245

Blick auf ein 5" Geschütz der Battery 245, Fort Stevens, Columbia River Harbor Defence im US Bundesstaat Oregon.

Auch in den USA wurden im 2. Weltkrieg "Festungen" gebaut. So verstärkte man alle bestehenden Küstenbatterien mit neuen, modernen 5" Schnellfeuerkanonen in gepanzerten Türmen. Eine Battery bestand aus zwei 5" Türmen und einem betonierten Bunker, welcher Munitonsmagazin, Feuerleitung und Unterkünfte umfasste. Bei den Geschützen handelte es sich um die selben Kaliber, wie sie auch auf den Schiffen der US Navy zu jener Zeit verwendet wurden. Die Lebensdauer dieser Batteries war allerdings wesentlich kürzer als in der Schweiz. Ab 1942 gebaut, wurden die Festungen bereits 1947 alle ausser Betrieb genommen und abgebaut.

Die Erfahrung aus dem 2. Weltkrieg hat den USA gezeigt, dass solche Anlagen gegen Angriffe aus der Luft schwer zu schützen und deshalb wertlos geworden sind. Die US Armee kam 1947 zum Schluss, dass wenn man die Lufthoheit besitzt, Festungen nicht notwendig sind. Wenn man die Lufthoheit nicht besitzt, werden diese Festungen jedoch sofort aus der Luft ausgeschalten. Daher ist es so oder so sinnlos, solche feste Anlagen zu unterhalten. Als Konsequenz daraus, schaffte man die ganze fixe Küstenverteidigung in den USA ab und eliminierte auf einen Schlag eine ganze Truppengattung. 64 Jahre später vollzieht nun auch die Schweiz diesen Schritt.

Diese Erkenntnis, hat sich bis heute (noch) nicht überall in der Schweiz durchgesetzt. Auch heute argumentieren Festungs-Befürworter, dass man die Bisons und 12cm Festungsminenwerfer gegen Bedrohungen aus der Luft verteidigen könnte und diese deshalb behalten soll. Gleichzeit verweigern aber die gleichen Festungs-Befürworter jene Finanzmittel, welche den Aufbau einer solch starken Luftwaffe ermöglichen würden, die (eventuell) diese Verteidigung der Festungen sicherstellen könnte.

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EXIF Daten

Brennweite: 16 mm
Verschlusszeit: 1/500 sec
Blende: f/9
ISO: 200

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Battery 245

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Blick auf ein 5" Geschütz der Battery 245, Fort Stevens, Columbia River Harbor Defence im US Bundesstaat Oregon.

Auch in den USA wurden im 2. Weltkrieg "Festungen" gebaut. So verstärkte man alle bestehenden Küstenbatterien mit neuen, modernen 5" Schnellfeuerkanonen in gepanzerten Türmen. Eine Battery bestand aus zwei 5" Türmen und einem betonierten Bunker, welcher Munitonsmagazin, Feuerleitung und Unterkünfte umfasste. Bei den Geschützen handelte es sich um die selben Kaliber, wie sie auch auf den Schiffen der US Navy zu jener Zeit verwendet wurden. Die Lebensdauer dieser Batteries war allerdings wesentlich kürzer als in der Schweiz. Ab 1942 gebaut, wurden die Festungen bereits 1947 alle ausser Betrieb genommen und abgebaut.

Die Erfahrung aus dem 2. Weltkrieg hat den USA gezeigt, dass solche Anlagen gegen Angriffe aus der Luft schwer zu schützen und deshalb wertlos geworden sind. Die US Armee kam 1947 zum Schluss, dass wenn man die Lufthoheit besitzt, Festungen nicht notwendig sind. Wenn man die Lufthoheit nicht besitzt, werden diese Festungen jedoch sofort aus der Luft ausgeschalten. Daher ist es so oder so sinnlos, solche feste Anlagen zu unterhalten. Als Konsequenz daraus, schaffte man die ganze fixe Küstenverteidigung in den USA ab und eliminierte auf einen Schlag eine ganze Truppengattung. 64 Jahre später vollzieht nun auch die Schweiz diesen Schritt.

Diese Erkenntnis, hat sich bis heute (noch) nicht überall in der Schweiz durchgesetzt. Auch heute argumentieren Festungs-Befürworter, dass man die Bisons und 12cm Festungsminenwerfer gegen Bedrohungen aus der Luft verteidigen könnte und diese deshalb behalten soll. Gleichzeit verweigern aber die gleichen Festungs-Befürworter jene Finanzmittel, welche den Aufbau einer solch starken Luftwaffe ermöglichen würden, die (eventuell) diese Verteidigung der Festungen sicherstellen könnte.

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