Mückenbefruchter

Mückenbefruchter

Die 20mm Oerlikon FLAB Kanone 54 war während Jahrzehnten die Fliegerabwehrkanone schlechthin für den unteren Flugbereich bis 1500m. Diese Waffe wurde bei den Festungstruppen in den Festungs-Fliegerabwehr Abteilungen zum Schutz der Artilleriewerke vor Fliegerangriffen eingesetzt. Die Kanone wurde meistens ab fixen Positionen - Sockeln wie hier auf dem Bild - eingesetzt. Obwohl die Waffen mobil waren, fehlte es den einzelnen FLAB-Batterien an genug Zugfahrezugen um mit den Geschützen öfters die Stellungen zu wechseln. Darum wurden neben den Stellungen meistens noch Unterstände zum Schutz von Mannschaft und Muniton errichtet. Erst gegen Anfang der 90er Jahre wurde die Kanone ausgemustert und durch die leichte und tragbare FLAB-Lenkwaffe Stinger ersetzt. Wir Soldaten bei der Lenkwaffen-FLAB (zu der auch ich gehöhrte) haben unsere Kameraden mit den 20mm Kanonen Mückenbefruchter genannt.

Dieses Geschützt steht wieder auf seinem Sockel über dem Eingang des Artilleriewerks A7833 Crestawald.

Foto Tag & Kategorien

EXIF Daten

Brennweite: 17 mm
Verschlusszeit: 1/200 sec
Blende: f/10
ISO: 200

Aktuellste Anmerkung

  • Jaja die Oe 54. Das war wirklich eine Meisterleistung an Ingenieurskunst. Das Ding liess sich in kleine "handliche" Portionen zerlegen und das alles ohne Werkzeug. Wir selber hatten wärend unserer RS 1992 den Auftrag eine solche in Einzellasten zu zerlegen und dann auf dem Eingangsportal der Festung Sasso da Pigna auf dem Gotthard in Stellung zu bringen. Dabei haben wir dann auch noch das Fahrgestell im See versenkt!
    Daniel Brenner @ 2009-06-15 18:35:50
  • Wer mit diesem Ding noch selber geschossen hat wird sich übrigens hüten von einem Mückenbefruchter zu sprechen. Die Kadenz beträgt 1100 Schuss/Min. Meistens schossen zwei Batterien in Brigels gleichzeitig. Das waren dann um die zwei Dutzend Geschütze die alle in der gleichen Sekunde losfeuerten. Da sich das Verschlussgehäuse praktisch zwischen den Beinen des Kanoniers befindet bekam man gehörig was ab von den Vibrationen. Das war noch wirklich "Action". Getragen wurde immer Pamir UND Stöpsel.
    Daniel Brenner @ 2009-06-19 08:45:57
Mückenbefruchter

Mückenbefruchter

Die 20mm Oerlikon FLAB Kanone 54 war während Jahrzehnten die Fliegerabwehrkanone schlechthin für den unteren Flugbereich bis 1500m. Diese Waffe wurde bei den Festungstruppen in den Festungs-Fliegerabwehr Abteilungen zum Schutz der Artilleriewerke vor Fliegerangriffen eingesetzt. Die Kanone wurde meistens ab fixen Positionen - Sockeln wie hier auf dem Bild - eingesetzt. Obwohl die Waffen mobil waren, fehlte es den einzelnen FLAB-Batterien an genug Zugfahrezugen um mit den Geschützen öfters die Stellungen zu wechseln. Darum wurden neben den Stellungen meistens noch Unterstände zum Schutz von Mannschaft und Muniton errichtet. Erst gegen Anfang der 90er Jahre wurde die Kanone ausgemustert und durch die leichte und tragbare FLAB-Lenkwaffe Stinger ersetzt. Wir Soldaten bei der Lenkwaffen-FLAB (zu der auch ich gehöhrte) haben unsere Kameraden mit den 20mm Kanonen Mückenbefruchter genannt.

Dieses Geschützt steht wieder auf seinem Sockel über dem Eingang des Artilleriewerks A7833 Crestawald.

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EXIF Daten

Brennweite: 17 mm
Verschlusszeit: 1/200 sec
Blende: f/10
ISO: 200

Aktuellste Anmerkung

  • Jaja die Oe 54. Das war wirklich eine Meisterleistung an Ingenieurskunst. Das Ding liess sich in kleine "handliche" Portionen zerlegen und das alles ohne Werkzeug. Wir selber hatten wärend unserer RS 1992 den Auftrag eine solche in Einzellasten zu zerlegen und dann auf dem Eingangsportal der Festung Sasso da Pigna auf dem Gotthard in Stellung zu bringen. Dabei haben wir dann auch noch das Fahrgestell im See versenkt!
    Daniel Brenner @ 2009-06-15 18:35:50
  • Wer mit diesem Ding noch selber geschossen hat wird sich übrigens hüten von einem Mückenbefruchter zu sprechen. Die Kadenz beträgt 1100 Schuss/Min. Meistens schossen zwei Batterien in Brigels gleichzeitig. Das waren dann um die zwei Dutzend Geschütze die alle in der gleichen Sekunde losfeuerten. Da sich das Verschlussgehäuse praktisch zwischen den Beinen des Kanoniers befindet bekam man gehörig was ab von den Vibrationen. Das war noch wirklich "Action". Getragen wurde immer Pamir UND Stöpsel.
    Daniel Brenner @ 2009-06-19 08:45:57