Château-d'Oex - Artilleriewerk A1680 La Braye
Aktualisiert am: 22. September 2011
Das Werk A1680 La Braye (Dekname "Muguet 1 -2") befindet sich bei der Ortschaft Chateau d'Oex. Der Name ist vom Flurnamen "Sur le Grin, La Braye" entlehnt. Es wurde am 31.1 1945 der Truppe übergeben. Bereits am 19.Juni 19444 wurde in den Unterlagen des Generals folgende Bemerkungen zur Anlage gemacht. "Im Ernstfalle könnt das Werk schon bezogen werden und gute Wirkung haben". Bestückt wurde La Braye zu Beginn mit acht 10,5 cm Feld Kanonen. Diese Kanonen wurden durch die Truppen gestellt. Darum heisste es weiter in dem Bericht: "Es wäre wünschenswert, wenn bei fortlaufender Anlieferung weiterer 10,5 cm Kanonen dieses Werk mit permanenten Waffen ausgerüstet werden könnte, damit die Sch Mot Kan Abt der Division wieder unabhängig würde." Gleichzeitig wurde auch bemängelt, dass das Werk mit ungenauen Wirkungskarten aus dem Armeekommando beliefert wurde. Mit den Jahren wurden dann wunschgemäss die vier Kanonen auf Hebellafetten in die Anlage eingebaut. Die Kosten des Artilleriewerks beliefen sich auf 1'430'624.- Franken.
Werkplan von A1680 La Braye [ Friends only ]

La Braye verfügte bis in die 80er Jahre eine Mischbewaffnung aus vier fest eingebauten Geschützen und vier mobilen Kanonen auf Feldlafetten. Die vier mobilen Geschütze entfernte man dann aber aus dem Werk. Erst Anfang der 1990 Jahre wurden die Gezogenen Geschütze wieder eingebaut. Die Initiative haben der damalige Abteilungskommandant Majo Pellaton und der damalige Brigadekommandant Br Schmid aufgenommen. Es konnten Geschütze gefunden werden, mit welchen dann - nach erneuter Abnahme durch die GRD - unter besonderen Schutzbestimmungen für die Mannschaft geschossen werde konnte.
Als einziges Werk der Fest Abt 8 konnte hier in den 1980er Jahren noch mit den Festungskanonen geschossen werden. Grund war das bei den anderen Werken auf Grund der Sicherheitsvorschriften keine Zielgebiete mehr zur Verfügung standen. Somit wurde das Werk La Braye gerne von der Kompanie I/8 und III/8 für die Übungen im Festungsschiessen benutzt.

Im September 2009 konnten wir gerade noch rechtzeitig das Artilleriewerk besuchen. Die armasuisse war gerade dabei das Wek zu räumen. Jedoch waren die Basisinfrasturktur und ein Teil der Bewaffnung noch im Werk.
Gemäss einem Bereich der Zeitung 24heures (Sommer 2011) soll nun die Gemeinde Château-d'Oex die Festung La Braye für 200'000 Franken gekauft haben. Primär soll die Anlage als Lager für eine Feuerwerkfirma dienen. Auch eine touristische Nutzung soll geprüft werden.
 
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Eingang


Stollen und Gänge


Geschütze


Infrastruktur


Unterkunft


Details

Interaktive Karte A1680