Festungsgürtel Kreuzlingen - Abschnitt Triboltingen
Aktualisiert am: 19. Februar 2011
Wie die östliche Flanke des Festungsgürtels, so ist auch die westliche Flanke besonders stark befestigt. Von den Anhöhe bei Stelli bis hinunter zum See sind hier eine grosse Vielfalt und Anzahl an Anlagen zu finden. Neben den Anlagen aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs wurde dieser Abschnitt auch in den 1960er Jahren durch zahlreiche Fertigelementanlagen verstärkt. Dazu gehören auch zwei Pak-Garagen und einige KP-Anlagen.
Kartenausschnitt Abschnitt Triboltingen (1:25'000)  [ Friends only ]

Besonderheiten in diesem Abschnitt sind der Artilleriebeobachterbunker A5641. Dieser ist in seiner Bauform einzigartig im ganzen Festungsgürtel. Weitere besondere Bunker sind die zwei Bunker A5633 und A5631. Diese stehen direkt an der Hauptstrasse und sind wie die Bunker in Bottighofen als Riegelbauten getarnt. Im Wibergtöbeli verbergen sich auch zwei Bunker, welche schwer zu finden sind. Diese beiden Anlagen haben wir erst im zweiten Anlauf gefunden. Der Bunker 5635 befindet sich im privaten Besitz und dient heute als Obstlager. Im Gegensatz zu dem unfreundlichen Herren in Bottighofen zeigte sich dieser Bunkerbesitzer als perfekter Gastgeber. Als er unsere fotografischen Aktivitäten entdeckte, lud er spontan zu einer Innenbesichtigung ein, welche wir gerne annahmen. Der Herr in Bottighofen könnte sich von seinem westlichen Nachbarn ruhig ein Stück abschneiden.
Der heutige Bunkerbesitzer erzählte uns, dass das Land auf dem der Bunker steht früher seinem Grossvater gehörte. Als die Anlagen gebaut wurden, wurde der Grossvater kurzerhand enteignet und die Bunker ohne Baubewilligung erstellt. Mit der Entklassifizierung der Anlage hat der nunmehrigen Eigentümer dann den Bunker, welcher neben seinem Einfamilienhaus steht, käuflich erworben und als erstes eine Baubewilligung nachträglich beantragen müssen. Heute ist der Bunker Obstlager, und die Kinder der Familie haben den Bunker neu mit "ziviler Tarnbemalung" versehen. Danke nochmals an dieser Stelle für die spontane Einladung.

Auch am See sind noch zwei weitere Bunker zu finden. A5631 ist gut zu sehen und wurde von aussen wieder mit einer Tarnbemalung versehen. A5630 ist gut versteckt unter einem Gebüsch zu finden. Wer den Eingang zu diesem Bunker sucht, muss sich auf die andere Seite des Eisenbahngeleises begeben. Der Eingang befindet sich dort unter einem unscheinbaren Eisendeckel direkt am Bahnsteig. Der Bunker ist von dort durch einen Stollen erschlossen worden.

Ausserhalb von Bottighofen befindet sich noch ein weiteres Kleinod. Die Anlage A5624 ist ein aus dem Sandstein gehauener Stollen und diente als Unterstand. Der Sandstein war so trocken, dass die Anlage von innen nicht weiter ausgebaut werden musste.
Auch in Triboltingen wurden schon einige Anlagen abgebrochen. Die meisten der noch stehenden Anlagen befinden sich heute im privaten Besitz oder wurden von der Gemeinde erworben.
 
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Anlagen Triboltingen Süd


Anlagen Triboltingen Mitte


Anlagen Triboltingen Nord

Interaktive Karte A5646 A5645 A5644 A5643 A5642 A5641 A5640 A5639 A5638 A5637 A5636 A5635 A5634 A5633 A5632 A5631 A5630 A5624 A5623 F7127 F7125 F7120 F7119 F7105 F7104 T3025_04