Gadmen, Wassen - Sperrstelle Sustenpass
Aktualisiert am: 05. Mai 2011
Der Sustenpass, wie wir ihn heute kennen, wurde erst - nach 8-jähriger Bauzeit - im Jahr 1946 fertiggestellt und dem Verkehr übergeben. Vor allem militärstrategische Überlegungen führten zum Bau der 45 km langen und 32 Millionen CHF teuren Passstrasse. Nach heutigem Gegenwert betrugen die Baukosten 160 Mio. CHF. Eine ungeheure Summe, wenn man bedenkt, dass der Bau der gesamten Festung Sargans bis 1946 72 Mio. CHF gekostet hatte. Die Passstrasse war eine der wenigen befahrbaren Ost - West Rochadeachsen innerhalb des Reduitdispositivs. Auch der Tunnel auf dem Passscheitel hatte militärische Gründe. Motorisierte Kolonnen sollten im Falle feindlichen Feuers im Tunnel Deckung finden.

[ Grundriss A8751 Susten Ost A, Plan aus ADAB Broschüre ]
Es bestand jedoch schon seit dem Mittelalter über diesen Pass eine Handelsverbindung, denn das Wort „Sust“ bedeutet soviel wie Lager oder Warenhaus und bildete die Grundlage für die Namensgebung. Damals wurde der Pass über einen Saumweg begangen. Während der Glaubenskriege machten die verfeindeten Berner und Innerschweizer Parteien Verteidigungsvor- bereitungen am Susten. Diese so genannte Meien- schanze befindet sich auf halben Weg zwischen Wassen und Meien, und deren Ruinen sind noch heute ersichtlich und relativ gut erhalten.

So verwundert es dann auch nicht, dass man ab 1943 begann, die nun wichtige Rochadeachse auch mit Bunkern zu sichern. Sowohl auf der Berner als auch auf der Urnerseite erstellte man jeweils zwei MG Werke, welche sich gegenseitig deckten. Eine Besonderheit stellt der Bunker A8751 Susten Ost A dar, dessen Zugang sich im Tunnel befindet. Für die Unterkunft der verteidigenden Truppe auf dem Sustenpass erstellte man eine relativ grosszügige, wetterfeste Höhenunterkunft.

Diese, und auch die vier Bunker, sind noch heute erhalten und können mit etwas Wandern leicht besucht werden.
 
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Anlagen Susten Ost


Anlagen Susten West

Interaktive Karte A8750 A8751 A8752 A8753