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Auch den wunderbar sonnigen Pfingstmontag haben wir für einen Ausflug genutzt. Das Ziel war dieses Mal ein Ort, an dem wir schon in Vergangenheit einmal waren: Die Alvierlinie in der
Nordflanke der Festung Sargans.
Als wir 2008 dort waren, hatten wir die eine oder andere Anlage übersehen. Ausserdem hat uns Walter die Möglichkeit verschaft, den grossen Infanteriebunker Lavadarsch von innen zu besuchen. Grund genug, also wieder einmal rauf zu gehen. Die Alvierlinie ist ein relativ unbekannter Teil der Festung Sargans. Kein Wunder, scheinen doch die kleinen Anlagen im Vergleich zu den grossen Artilleriewerken relativ relativ unbedeutend. Wenn man dann die Bunker rund um das Kurhaus Alvier besichtigt sieht man, dass 1940/41 hier keine Mühen gescheut wurden, auf relativ schwer zugänglichem Gebiet kampfstarke MG-Bunker zu errichten. Was besonders imposant ist, sind die relativ grossen Scharten. Da die MG-Stände für Hoch- oder Tiefschuss ausgelegt waren, sieht man hier oben auch ganz andere Öffnungen als im Flachland. Auffallend ist die zum Teil eigenwillige Tarnbemalung, im Vergleich zu den Flachlandbunkern. Diese ist bei einigen Werken auch noch bestens erhalten. Eine kleine Überraschung erlebten wir dann beim Bunker A6052, welcher im Eingangsbereich noch ein sehr kunstvolle Malerei eines Clowns enthielt. Die Bunker hier oben wurden 1995 entklassifiziert und verkauft. Walter hat sich dabei gleich den Bunker (A6060) mit der vielleicht besten Aussicht in der Festung Sargans gesichert. Kein Wunder sind wir dann auch auf der Bank davor hingesessen und haben die Sonne, die Ruhe und die traumhafte Aussicht ins Rheintal genossen. Die markanteste Anlage der Alvierlinie ist der grosse MG Bunker A6065 Lavadarsch. Der Bunker verfügte über 3 MG und 1 Beobachterstand und war das Rückgrat der Alvierlinie. Walter konnte vom Besitzer den Schlüssel besorgen, und so konnten wir in diesen komplett ausgerüsteten Bunker rein schauen. Der Bunker erstreckt sich über 3.5 Stockwerke. Das halbe Stockwerk kommt daher, weil der oberste Beobachterstand über ein Podest vom MG Stand im 3. Stockwerk zu erreichen ist. Hier ist auch ein Notausgang untergebracht, dessen Leiter gleich neben dem Ausgang wieder herunter führt. Ein solcher Notausgang hätte im Notfall auch nicht viel genützt und wurde vermutlich nur darum erreichtet, weil es eine Vorschrift gab, dass Notausgänge zu erstellen sind. Leider ist dieser imposante Bunker - obwohl noch vollständig bis ins kleinste Detail ausgerüstet - mit allerlei zusätzlichem Material vollgestellt. Trotzdem war es eindrücklich, einmal einen solch grossen MG Bunker, den man sonst nur selten sieht, auch von innen zu betrachten. Danke an dieser Stelle dem Bunkerbesitzer für den Zugang zur Anlage. Ein ganz besonderen Dank geht an Walter, welcher sich die Mühe machte, uns den Zugang zu ermöglichen und der schon zum zweiten Mal als lokaler Bunkerführer für uns agiert hat. Dank ihm konnten wir noch die letzten Lücken in unserer Dokumentation zur Linie vom Alvier hinunter nach Matug schliessen. |